Glücksmoment 10.08.2016

Heute wurden wir wieder einmal Zeuge sowohl von der italienischen Unbekümmertheit als auch der Freundlichkeit:

Am Nachmittag machten wir uns mit Sack und Pack im Zug auf nach Civitavecchia, unserem letzten Stopp auf dem italienischen Festland, da am frühen nächsten Morgen von hier unsere Fähre nach Sardinien ablegen würde. Aus diesem Grund war unser Vorhaben im Vorhinein gewesen, uns ein Hotel in der Nähe des Hafens zu suchen. Hätte ich nun gewusst, über wie viele Kilometer sich der Hafen erstreckt, dass er in Nord (Güter) und Süd (Personen) unterteilt ist, hätte ich sicherlich genauer hingeschaut und uns kein Bed & Breakfast direkt am Industrie- statt am Touristen-Hafen gebucht…

Um vom Bahnhof zum Hotel zu kommen, wollten wir den Bus nehmen, der laut Kassiererin alle 10min fuhr. Laut den anderen Busfahrern, sollte unsere Linie 20min nach unserer Ankunft oder in 1h kommen. Nachdem wir also 30min gewartet und drei verschiedene Meinungen gehört hatten, riefen wir schließlich bei unserem Vermieter an, dessen Englisch leider sehr schlecht war und der daher letztlich nur verstand, dass wir noch am Bahnhof saßen. Er bot uns also an, uns abzuholen (was wir zuvor aufgrund der Kosten ausgeschlossen hatten). Als wir uns dann schließlich gefunden hatten, stellte sich Vincente als älterer italienischer und überaus freundlicher Herr heraus, der in der Abwesenheit seines Sohnes gerade das Bed & Breakfast am Laufen hielt. Wir erzählten ihm von dem Busproblem und er meinte, ob nun 10min oder 1h, das sei in Italien alles eins und nicht so wichtig. La Dolce Vita eben. Während der rund 3km zur Unterkunft erklärte er uns ein bisschen was über die Kleinstadt, die tatsächlich ganz hübsch daher kam. Unsere Unterkunft lag dann jedoch im buchstäblichen Nichts mit Blick auf die Containerschiffe.

Nach einigem Gerede während des Eincheckens bot uns Vicente schließlich an, uns zum Abendessen zurück ins Zentrum zu fahren, uns wieder abzuholen und am nächsten Morgen auch zur Fähre zu fahren. Das alles für insgesamt 10,00 € (zuvor hieß es 10,00 €/ Strecke), da wir zwei so junge, nette und hübsche Mädchen seien und er nicht wolle, dass wir im Dunkeln allein zurück laufen. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie überschwänglich wir ihm dankten 🙂

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s