Glücksmoment 31.08.2016

Spontan fuhr ich heute Abend bei meinen Eltern vorbei, die gerade aus dem Urlaub nach hause gekommen waren. Die Wiedersehensfreude war groß, auch wenn wir uns nur 1,5 Wochen nicht gesehen haben. Vielleicht liegt es daran, dass meine Eltern vor allem im letzten Jahr zu meinen besten Beratern geworden sind, nie hatte ich mehr das Gefühl, dass sie mich von allen Menschen in meinem Leben am besten kennen, auch wenn sie einige Seiten an mir nie erlebt haben. Ich rede in der Regel sehr offen mit ihnen und wenn ich das einmal nicht tue, wissen sie trotzdem, was los ist, was mich bewegt und bedrückt. Mein Papa nicht mich dann ganz gern seine Grübelmaschine.

Eine Sache aber, die mir seit letztes Jahr April unter den Nägeln brennt (als ich mich zwei Wochen vor der komplett durchgeplanten und von allen herbeigewünschten Hochzeit von meinem Verlobten trennte und damit auch die 8,5-jährige Beziehung beendete), habe ich nie angesprochen, vielleicht weil ich Angst hatte, sie von meinen Eltern bestätigt zu bekommen. Aber heute lagen die Worte auf einmal auf dem Tisch vor uns, sie waren einfach aus mir rausgepurzelt. Und was taten meine Eltern? Sie nahmen mich in den Arm, wischten die kleinen Tränen weg, sagten, dass sie das schon längst geahnt hatten, dass es dieser eine Gedanke ist, der mich seit geraumer Zeit umtreibt und mich zu all diesen Handlungen veranlasst (Freiwilligendienst im Ausland, wechselnde Männerbekanntschaften, Kündigung und Selbstständigkeitswunsch, …), die eigentlich untypisch für mich sind. Das ich aber eben alles versuche, um herauszufinden, was ich eigentlich will, was mich erfüllt und mich wieder zurück auf „die Spur“ kommen lässt, von der ich naturgemäß irgendwann ausbrechen musste, nachdem ich sie die ersten 27 Jahre meines Lebens immer stur geradeaus gegangen war. Sie legen mir ans Herz, mir die Zeit zu nehmen, um wirklich zu ergründen, was ich will und wenn es noch einmal ein kompletter Neuanfang ist, dann ist es eben auch das. Keine Fluchten mehr, sondern die Situation so annehmen und mich selber nicht so unter Druck setzen, jeder hat Phasen wie diese in seinem Leben, die einen früher, die anderen später. Kurz um: Sie unterstützen mich, egal (oder sagen wir fast egal 😉 ), wie mein weiterer Weg aussieht.

Ihr könnt euch womöglich vorstellen, wie es jetzt in mir aussieht. Da ist viel Licht, Erleichterung, Dankbarkeit und eine neue Art von Motivation. Ich bin gespannt, wo mich das hinträgt.

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